Veganissimus

365 Tage lang vegan ernähren - Ein Selbstversuch
 

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Entschuldigt bitte die Funkstille, die sich hier breit gemacht hat, doch ich kam während meiner Prüfungszeit einfach nicht dazu, hier weiterzuschreiben.

Nun ist es gerade 2.30Uhr und da ich sowieso nicht schlafen kann, schreibe ich nun endlich wieder über meine Neuigkeiten.

Und, was glaubt ihr, halte ich tapfer meine vegane Spur?

Klar, sonst hätte ich den Blog wohl schon längst gelöscht, bevor mich eines Tages mein zukünftiger Arbeitgeber auf diesen peinlichen, gescheiterten Selbstversuch ansprechen könnte.

Doch ich gebe auch zu, dass die letzten zwei Wochen wohl die waren, in denen ich bisher am meisten zu kämpfen hatte.

Ich nehme meine Gelüste auf Quark, Käse & Co. wahr, obwohl diese Produkte wegen einer Laktoseinteloranz eigentlich sowieso für mich tabu wären. Trotzdem schließe ich daraus, dass ich meinen Eiweißhaushalt mal unter die Lupe nehmen sollte, denn sich auf Dauer von Tofu zu ernähren, wird dann irgendwann doch langweilig.

Viele Veganer schwören ja auf Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen. Doch sind wir mal ehrlich: Auf das Bauchgrummeln am Abend hab ich persönlich wenig Lust. Indien, mit seiner Vielzahl an Dhals ("Soße", die den Reis durchtränkt), hat mir da gereicht.

Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig als nachzuforschen, welche alternativen Eiweißquellen es gibt, die den Bedarf so decken, dass ich keine "Fremdgelüste" mehr verspüre. Auf meiner Recherche bin ich über diverse vegane Proteinpulver gestoßen, von denen mich das Hanfprotein vom Nährwert her überzeugte, sodass ich mir 1 KG von dem Zeug mal nach Hause geholt habe.

Der Geschmack ist allerdings gewöhnungsbedürftig - die grüne Farbe übrigens auch. Doch mit Joghurt vermischt und etwas Zimt aufgepeppt, schmeckt es gar nicht mehr so übel. 

Ja ich glaube, das Stichwort "Abwechslung" muss ich für mich persönlich tatsächlich größer schreiben, um nicht in der Klischee Meinung zu verharren, dass veganes Essen langweilig und eintönig ist.

Momentan glaube ich das nämlich auch.

So toll unser veganer Koch Atilla (der momentan übrigens öfters mal in den Medien vorkommt) mit seinen veganen Rezepten auch ist: man muss zugeben, dass diese weitaus aufwendiger sind als mein Zeitbudget und meine Motivation es hergeben.

Ja und mit dem Selbstkreiieren läuft es dann auch oftmals aufs gleiche bei mir heraus. Irgendwas mit Tofu, Gemüse, Nudeln, Kartoffeln und Tomatensoße. Da ich traditionell als Studentin keine Spülmaschine habe und versuche Geschirr zu sparen, haue ich natürlich alles in einen Topf. Noch eine Ladung Kräuter der Provance dazu und voîla , fertig ist das Standardessen, dass ich mittlerweile nicht mehr sehen kann.

Ich brauche Abwechslung und das ganz schnell, bevor ich das nächste Mal in den Döner beiße, der mir des Öfteren unter die Nase gehalten wird.

Neben der Abwechlsung wären auch Verbündete sehr hilfreich. Denn es ist nicht wirklich einfach, sich dauernd vor "Nicht-Veganern" für seinen Lebensstil zu rechtfertigen. Inzwischen kenne ich einige Totschlagargumenten gegen den veganen Lebensstil und ich habe das Gefühl, dass sie mich mehr berühren, je öfter ich sie höre.

Da war die Anzeige, die ich neulich in der Zeitung fand, ein rettender Anker:

Vegane Truppe läd zum Treffen ein. 

Wahnsinn, ein Stück alternativer Lebensstil, den ich im wenig studentischen Pforzheim eigentlich nicht erwartet hätte. Ich habe mir die Termine mal aufgeschrieben, um da mal hinzugehen.

Einmal habe ich mich ja bereits auf sowas eingelassen: Ein Stammtisch im veganen Restaurant in Mühlacker.                                                           (Ich wäre vorher im Leben nicht auf die Idee gekommen, dort so einen Laden zu finden, aber ja, außerhalb der Ortschaft , über einer Reithalle gelegen, findet sich ein nicht ganz billiges veganes Lokal.)

Bevor ich zu dem Treffen gegangen bin, habe ich mir natürlich so meine Gedanken gemacht, was da wohl für Leute sein würden -vielleicht war ich gerade deshalb so überrascht, als ich neben den erwarteten "Ökos" auch Geschäftsleute, Senioren und "Normalos" fand.

Wer vielleicht auch mal Lust hat, unverbindlich und ohne Aufwand die vegane Küche auszuprobieren, kann gerne mal die Facebookseite dieser Truppe besuchen, wo es regelmäßige Stammtische und Events in Pforzheim und Karlsruhe gibt: https://www.facebook.com/karlsruhe.vegan.org?ref=ts&fref=ts      

Wenn etwas für dich dabei ist, dann gib mir Bescheid und ich begleite dich

 

Ansonsten ruft jetzt mein Bett nach mir bevor ich morgen im Spiegel wieder selbst erschrecke :D

Gute Nacht!

 PS: Über die IKEA Geschichte berichte ich im nächsten Eintrag, denn es gab tatsächlich eine amüsante Antwort zurück :P

 

 

 

 

1 Kommentar 8.3.14 03:17, kommentieren

0.29Uhr - zu spät für einen kreativen Titel

Liebe Leser, liebe Befürworter, liebe Skeptiker, ich melde mich nach längerer Zeit zurück. Ich bitte um etwas Nachsicht, da in zwei Wochen meine ersten Prüfungen an der Uni stattfinden und ich schon jetzt mit meinem Schlafdefizit zu kämpfen habe. :P Dennoch möchte ich euch natürlich auf dem Laufen halten. Soeben habe ich meine Beschwerdemail an IKEA verfasst, die wohl etwas mürrischer klingt, als sie es eigentlich sollte. Das mag daran liegen, dass ich gut 15 Minuten umher gesurft bin, um eine Kontaktadresse zu finden, bei der ich mich beschweren kann! Als ich endlich den Service Button gefunden hatte, konnte mir die Rubrik "Hilfe beim Zusammenbau deines Möbelstücks" leider auch nicht weiterhelfen.. So was gibt es neues aus der Welt des Veganismus' ? Hier eine kurze Zusammenfassung: - Donnerstags ist bei uns ein veganer Tag in der Mensa. Neben Schweineschnitzel, Entenbrust-Wokpfanne und Pizza gibt es ein veganes Hauptgericht. Die Idee ist super, am Geschmack und der Konsistenz mangelt es leider noch etwas. - Habe auf einem netten Weg ein Buch erhalten, dass sich Veganissimo nennt. Dieses listet jede Menge E-Nummern und andere Lebensmittelinhaltsstoffe auf und stellt sie auf den Prüfstand. Was ist es? Woher kommt es? Wirklich sehr interessant und empfehlenswert! - Ein neu entdecktes veganes Essen in Pforzheim: Falafel-Döner! Für alle, die Falafel nicht kennen: Das sind zerstampfte Kichererbsen, die als Taler geformt und frittiert werden. Schmecken ähnlich wie Fischstäbchen und ersetzen das Fleisch im Döner. Über die Soße sprechen wir nicht nicht. Da greife ich momentan noch auf Ketschup zurück. Und ja, das schmeckt gar nicht so schlecht ! Allerdings gucken die Dönermänner (oder Frauen) immer etwas angewidert, wenn ich das bestelle. Bevor meine Augen gleich komplett zufallen, werde ich jetzt meinen Text vorzeitig beenden. Vielleicht wird IKEA morgen bereits antworten. Mal schauen. Damit ihr euren Spaß habt, hier noch die Email :P Sehr geehrte Damen und Herren, Vor kurzem habe ich die Kantine des IKEA Einrichtungshauses Ludwigsburg besucht. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich ziemlich enttäuscht gewesen bin. Die Qualität Ihres Essens kann ich leider nur schwer beurteilen, da ich letzten Endes bei einem Rucolasalat ohne Käse und mit 5ml Balsamicodressing + trockenem Brötchen gelandet bin. Ich habe zu Anfang des Jahres einen Selbstversuch gestartet, ob es möglich ist, sich ein Jahr lang vegan zu ernähren. Nun stellte sich Ihre Kantine bereits als erstes größeres Hindernis dar: Die mangelnde Auswahl und vor allen Dingen Deklaration Ihrer Gerichte. Die Bio Tomatenpasta hat mich angelacht. Doch woher weiß ich, ob sie Eiernudeln verwendet oder nicht? Das mag banal klingen und vielleicht auch nicht lebenswichtig, doch bedenken Sie bitte, dass es auch Allergiker gibt, für die Gluten, Hühnereiweiß oder Milch bereits große Risiken darstellen. Vielleicht gibt es eine solche Deklarationsliste und ich habe sie nicht entdeckt. Oder den Hinweis, wie ich diese zu Gesicht bekomme. Ich fände es toll, wenn Sie sich überlegen, wie Sie den Kantinenbesuch für Laktoseintelorante, Vegetarier/Veganer und vor allen Dingen für Allergiker einfacher und unbeschwerter machen, damit wir nicht mit knurrendem Magen zur Kasse hetzen. Ich freue mich auf eine Rückmeldung, mfg Anne-Carin Mohaupt Interessant, die automatische Antwort des IKEA Kundenservice hat sich bereits gemeldet. Ich solle das Kontaktformular auf der Internetseite nutzen, das nur funktioniert, wenn ich alle relevanten Daten wie Adresse und Telefonnummer eintrage. Ob sie auf eine 0190er Nummer zurückrufen? Lustig wäre es.. Gute Nacht!

1 Kommentar 24.1.14 00:58, kommentieren

2 Wochen ohne Tier - die erste Bilanz

Nachdem die ersten 14 Tage geschafft sind .. hat mich die Erkältung gepackt.  Ob das der sinkende Antibiotikaspiegel im Blut ist, den mein tägliches Putenfilet aufrecht gehalten hat? Man weiß es nicht :P

Nein, ich glaube, ich sollte bei diesem Temperaturwechsel einfach vermehrt zu sekundären Pflanzenstoffen greifen oder einfach ausgedrückt: zu mehr Obst und Gemüse.

Ja, ich glaube, das hält nicht nur fit, sondern schont auch die Leber vor unnötigen Medikamenten und den Geldbeutel vor unnötig hohen Preisen für unnötige Medikamente :D

Gestern wurde ich gefragt, wie es sich so "anfühlt" ohne Tier zu leben. Nun ja..eigentlich vermisse ich gar nichts. Im Gegenteil: Ich lag heute Nacht im Bett und habe überlegt, ob ich nicht doch rein zufällig in ein Schnitzel gebissen habe und deswegen keine Gelüste darauf habe . Aber nein, ich erinnere mich nur an die Sojawürsten und Saitanmedaillons.

Vielleicht ist das eine erste Antwort darauf, warum es diese Sojaalternativen gibt: Für Veganer, die eigentlich Fleisch mögen und sich bewusst täuschen lassen. Im Vergleich zu vielen anderen Produkten ist es klar,dass Sojaschnitzel kein Tier enthält. Oder?

Nun ja, so klar wie es sein sollte, ist es leider nicht. Ich kann ein Lied davon singen, wenn es darum geht, hinter die Deklarationen und hübschen Bildchen der Lebensmittelindustrie zu schauen. So auch bei meinen eigentlich vegetarischen Würstchen. An vierter Stelle ist eben doch Huhn dabei.

Es ist doch im Grunde genommen wie mit Früchtejoghurt. Man denkt "lecker, frische Erdbeeren, die sonnengereift schmecken und das Mitten im Dezember. Und das gibt es alles für 0,55€ . " In Wahrheit handelt es sich um Joghurt mit viel Zucker, Aroma und höchstens drei Erdbeeren.

Wen ihr Lust habt, euch mit dem Thema Verbrauchertäuschung auseinanderzusetzen, kann ich euch drei tolle Seiten ans Herz legen:

http://www.abgespeist.de/kinder_fruechtetee/index_ger.html

http://www.lebensmittelklarheit.de/cps/rde/xchg/lebensmittelklarheit/hs.xsl/index.htm

https://www.foodwatch.org/de/startseite/

 Ihr werdet merken, wie sich euer Blick verändern wird. Und keine Sorge, in dem Dschungel gibt es dennoch Produkte, die man guten Gewissens kaufen kann. Man muss eben nur danach suchen.

 

Ich werde mich jetzt nochmal hinsetzen (bzw weiterhin sitzen bleiben, denn ich schreibe ja gerade an diesem Text), um mich bei IKEA zu beschweren. Da war ich nämlich am Samstag. Und ich hatte einen Bärenhunger - nur leider gab es keine große Auswahl.

Köttbular, skandinavisches Lachsfilet (*hust*, bei dem Zusatz "skandinavisch" bleib ich mal skeptisch) , Schnitzel mit Pommes und Bio Pasta mit Tomatensoße. Letzteres klang gut, doch ich suchte vergeblich nach einer Zutateninformationsliste. Denn- sind die Nudeln nun eifrei oder nicht?! So eine Liste finde ich nicht nur für komplizierte Essensspezialisten wie mich wichtig, sondern vor allen Dingen auch für Allergiker!

Es gibt ja schließlich nicht nur Birkenpollen sondern auch andere Allergene wie Hühnerei, Milch oder Gluten. Gerade in einer so riesigen Kantine wie die von IKEA, ist das Fehlen einer Zutateninformationsliste, meiner Meinung nach, eine vernachlässigte Verantwortung gegenüber dem Kunden. 

Und genau das werde ich jetzt mal an den Kundenservice schreiben.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend :-)

eure Anne

 

 

 

 

13.1.14 18:36, kommentieren

Erstes Erfolgserlebnis!

Noch ein Nachtrag:

 

Habe soeben meinen Mitbewohner in der Küche getroffen und er meinte, dass ich ihm das nächste Mal doch bitte diese leckeren Saitan Würstchen mitbringen sollte.

Mein Mitbewohner - der von sich selbst behauptet, an manchen Tagen ein halbes KG Fleisch zu essen.

Wenn das kein Anfang ist ^^

2 Kommentare 7.1.14 18:45, kommentieren

Verrückt? Ein bisschen vielleicht..

07.01. - die erste Woche ist geschafft.

Wie es sich anfühlt? Eigentlich nicht mehr so fremd, da ich das ganze Programm ja noch vom Sommer her kenne, als ich mich das erste Mal den Vleischfressern anschloss.

Das V verdient an dieser Stelle eine besondere Bedeutung. Alles was eigentlich aus Tier gemacht wird und nun zur Pflanze mutiert ist, wird von einem "V" angeführt.

Also: Aus Fleischsalat wird Vleischsalat und aus Döner wird Vöner ( das ist mit Abstand mein favourite :D).

Vorhin schlenderte ich ein wenig durch die Bibliothek, auf der Suche nach einem Exemplar mit Rezepten für einen veganen Kuchen. Leider wurde ich nicht fündig, jedenfalls nicht im Bücherregal. Der Blick in das Suchverzeichnis der Stadtbib verriet mir, dass alle 30 Bücher (!!) zum Thema vegan kochen, leben, usw verliehen waren. Kaum zu glauben. 

Im Thalia dann meine 2. Überraschung: Ein Aktionstisch mit rund 20 verschiedenen Veggiekoch-/Back-/Spiel - und Spaß Büchern. Da war ich erstmal baff. Das Thema scheint ein richtiger Hype zu werden. Normalerweise bin ich kein Trendjäger, aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Denn es überzeugt mich. Und das ist doch für den Anfang erstmal nicht schlecht.

Dieser Weg ist spannend und ich bin gespannt, was mich noch alles verblüffen wird. 

Bei einem Buch musste ich schmunzeln. Es handelte unter anderem von einer Claudia, die im Januar 2011 beschloss, vegan zu werden und darüber zu bloggen. Was für ein Zufall! :D

Wer sich dafür interessiert, darf sich bestimmt gerne mal auf ihrer Seite verirren:

http://claudigoesvegan.blogspot.co.at/

 

Es gibt also scheinbar keine verrückte Idee, die nicht schon jemand anderes im Sinn hatte. Mich motiviert es, daran festzuhalten.

Um mich weiter in das Thema einzulesen, habe ich mir zwei Bücher gekauft, über die ich euch demnächst berichten werde.

Die kleine Veganerbibel von Sarah Schocke (einer Ernährungswissenschaftlerin :D)

und ,,Letzter Ausweg Vegan - warum wir jetzt eine Ernährungsrevolution brauchen, um unsere Zukunft zu bewahren" von John Robbins.

 

Für alle, die das "Vegan sein" mal für ein paar Tage ausprobieren möchten, empfehle ich Folgendes:

http://veganstart.peta2.de/

Dort erhaltet ihr 30 Tage lang einen Newsletter mit interessanten Informationen und Rezepten, um es einfach mal auszuprobieren.

Lasst es mich wissen, wenn ihr es ausprobiert!

 

Bis die Tage,

eure Anne

 

 

 

7.1.14 18:36, kommentieren

Rezept zum Wochenende

Für alle begnadeten Baileys und Eierlikörfans (so wie ich ) gibt es hier eine VEGANE Alternative ohne Ei und ohne Sahne - pünktlich zum Freitagabend!

Zutaten für 100ml "Keine-Eierlikör":
2cl Wodka (oder Rum, je nach Gusto)
125g Soja-Vanillepudding (z.B. fertig von Alpro)

Beide Zutaten in ein Glas geben, gut umrühren, fertig.
Wer es gern etwas stärker mag, gibt halt entsprechend mehr Wodka (oder Rum) dazu.

Auch den berühmten irischen Sahnelikör kann man mit einem einfachen Rezept geschmacklich sehr ähnlich und vegan nachahmen:

Zutaten für 100ml "veganen Baileys":
4cl Kirschlikör
2cl Sojasahne (z.B. "Cuisine" von Alpro)
Schoko-Sojamilch

Zutaten in ein Glas geben, gut umrühren, fertig.
Auch hier gilt natürlich: Je mehr Likör, desto mehr "Power" - allerdings wird der Schokolikör dann auch etwas "kirschlastiger".

(Quelle: http://veganer.blog.de/2010/04/02/rezept-eierlikoer-baileys-vegan-8296941/)

 

 

 

4.1.14 19:18, kommentieren

Ein Streifzug durch den Supermarkt

So, die Feiertage sind vorbei, die Läden voll - mein Kühlschrank leer.

 

Ich nehme meinen Stoffbeutel aus der Schublade und stratze los, den Berg hinunter, geradewegs auf den Biosupermarkt zu. Denn wo soll es sonst vegane Produkte geben, wenn nicht hier?

Zugegeben, es ist nicht das erste Mal, dass ich diesen Laden betrete. Nicht nur, weil er gut 500m von mir entfernt ist, sondern auch, weil ich vielleicht gewisse Heimatgefühle damit verbinde :P

Zur Erinnerung: In Karlsbad habe ich während meines Abis im Bioladen gearbeitet. 

Das Wissen, was ich mir dort nebenbei aneignete, kommt mir jetzt widerum wirklich zu Gute. Saitan und Tempeh sind keine Fremdwörter für mich und ich weiß, dass "Milch" nicht nur von Kühen, sondern auch aus Pflanzen stammen kann. Aus Dinkel zum Beispiel.

Doch zugegeben: Wer diese alternative Welt das erste Mal betritt, wird sich anfangs wohl ziemlich verloren vorkommen müssen.

Zurück zu meinem Einkaufsmarathon. Ich staune nicht nur über die große Vielfalt des Sortiments, sondern vor allen Dingen auch die Preise. Der Blick in meinen Geldbeutel verrät mir, dass mein studentisches Budget für diesen Monat nicht unbedingt einen Großeinkauf im Bioladen verkraften wird.

Ich kaufe das nötigste und beschließe, mein Glück im "konventionellen" Supermarkt nebenan zu versuchen. 

Das Problem sind hier weniger die Produktbezeichnungen. Eher die einzelnen Inhaltsstoffe. Wo im Bioladen ein Siegel mit dem Titel "VEGAN" die Produkte kennzeichnet, muss ich hier mühselig jede Dose drehen, um die deklarierten Inhaltsstoffe zu studieren. Es hat ja schließlich niemand behauptet, dass das einfach werden würde.

Dennoch staune ich, als ich an der Kasse auf meine Beute schaue. Gar nicht so übel und eigentlich alles, was man braucht : u.a. Joghurt (Soja), Schnitzel (Tofu), Milch (Soja), Schokolade (Zartbitter)

Und das alles zu doch humanen Preisen. Ein Tofublock, der für 2 Hauptgerichte reicht für 1,99€. Mal im Ernst, Hähnchenfilet für 0,99€ gibts dafür sicherlich nicht . Naja, vielleicht bald, aber ob ich dieses Antibiotikahuhn dann überhaupt kaufen würde , ist wieder eine andere ethische Frage.

 

Mein Fazit aus der Sache: 

Es wird noch eine kleine Weile dauern, bis ich meine Lieblingsprodukte gefunden habe und das geht wohl auch nur durch Ausprobieren oder Tipps von anderen meiner Sorte :P

Der Preisunterschied zwischen Bio und konventionellem Supermarkt ist definitiv da. Jedoch trifft das nicht auf alle Produkte zu. Es gibt in der Tat auch Artikel unter 1€.

Auf den nächsten Einkauf freue ich mich jedoch jetzt schon

 

3.1.14 00:54, kommentieren

Die Jahreswende 2013/2014 - Der Auftakt für meine persönliche Herausforderung

Ein Facebookpost abends um kurz vor 12 : "Mein Vorsatz für 2014: Vegan leben"

 

Ich hatte meine Idee veröffentlicht, die schon seit ein paar Wochen in meinem Kopf umher irrt. Inspiriert von einem Fernsehinterview, in dem eine junge Frau davon berichtete, dass sie 1 Jahr lang keine Kleidung kaufte, sondern sich alles selbst machte, beschloss ich, das auf den veganen Ernährungsstil zu übertragen.

 So schwer kann es schließlich nicht sein, auf Wurst, Fleisch, Eier und Milch zu verzichten- oder?

Ich habe ansatzweise ein Bild davon, da ich aufgrund meiner Milchzuckerunverträglichkeit vieles nicht essen kann. Da heißt es informieren, Inhaltsstoffe lesen, nachfragen.

Da werde ich jetzt auch nicht mehr drum herum kommen.

 

Meine Motivation für dieses Vorhaben?

Die vegane Ernährung steht immernoch sehr im Verruf, gesundheitsschädlich und unvernünftig zu sein. Das ist für mich ein Grund, es auszuprobieren und gegebenenfalls mit positiven Beispielen zu widerlegen. 

Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, dass ich in einen ernährungswissenschaftlichen Studiengang  geraten bin. Da entwickelt man ein Interesse dafür, was man täglich an Nahrung konsumiert.

Oder mich prägte meine Zeit in Indien, in der ich Abstand gewonnen hatte vom Nahrungsmittelkonsum und in Deutschland wieder damit konfrontiert wurde.

Ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich durch Kaufland laufe . Das sind keine Supermärkte sondern mittlerweile Hypermärkte. Das Angebot ist enorm und viel zu groß, als das wir kleiner Verbraucher das alles differenzieren könnten. Stattdessen verblendet uns die Werbung.

Nein, nicht mit mir.

Ich probiere es aus - vielleicht entdecke ich auch mein Herz für Tiere dabei. Denn obwohl ich die Geflügelfarmen mit bis zu 20 000 Hühnern pervers finde, ist die Tierliebe für mich nicht das Hauptargument.

 

Es wird spannend - 365 Tage

kein Döner, kein Eierlikör, kein Eis - jedenfalls nicht tierischen Ursprungs.

 

Los gehts!

 

 

 

1.1.14 16:45, kommentieren