Veganissimus

365 Tage lang vegan ernähren - Ein Selbstversuch
 

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2 Wochen ohne Tier - die erste Bilanz

Nachdem die ersten 14 Tage geschafft sind .. hat mich die Erkältung gepackt.  Ob das der sinkende Antibiotikaspiegel im Blut ist, den mein tägliches Putenfilet aufrecht gehalten hat? Man weiß es nicht :P

Nein, ich glaube, ich sollte bei diesem Temperaturwechsel einfach vermehrt zu sekundären Pflanzenstoffen greifen oder einfach ausgedrückt: zu mehr Obst und Gemüse.

Ja, ich glaube, das hält nicht nur fit, sondern schont auch die Leber vor unnötigen Medikamenten und den Geldbeutel vor unnötig hohen Preisen für unnötige Medikamente :D

Gestern wurde ich gefragt, wie es sich so "anfühlt" ohne Tier zu leben. Nun ja..eigentlich vermisse ich gar nichts. Im Gegenteil: Ich lag heute Nacht im Bett und habe überlegt, ob ich nicht doch rein zufällig in ein Schnitzel gebissen habe und deswegen keine Gelüste darauf habe . Aber nein, ich erinnere mich nur an die Sojawürsten und Saitanmedaillons.

Vielleicht ist das eine erste Antwort darauf, warum es diese Sojaalternativen gibt: Für Veganer, die eigentlich Fleisch mögen und sich bewusst täuschen lassen. Im Vergleich zu vielen anderen Produkten ist es klar,dass Sojaschnitzel kein Tier enthält. Oder?

Nun ja, so klar wie es sein sollte, ist es leider nicht. Ich kann ein Lied davon singen, wenn es darum geht, hinter die Deklarationen und hübschen Bildchen der Lebensmittelindustrie zu schauen. So auch bei meinen eigentlich vegetarischen Würstchen. An vierter Stelle ist eben doch Huhn dabei.

Es ist doch im Grunde genommen wie mit Früchtejoghurt. Man denkt "lecker, frische Erdbeeren, die sonnengereift schmecken und das Mitten im Dezember. Und das gibt es alles für 0,55€ . " In Wahrheit handelt es sich um Joghurt mit viel Zucker, Aroma und höchstens drei Erdbeeren.

Wen ihr Lust habt, euch mit dem Thema Verbrauchertäuschung auseinanderzusetzen, kann ich euch drei tolle Seiten ans Herz legen:

http://www.abgespeist.de/kinder_fruechtetee/index_ger.html

http://www.lebensmittelklarheit.de/cps/rde/xchg/lebensmittelklarheit/hs.xsl/index.htm

https://www.foodwatch.org/de/startseite/

 Ihr werdet merken, wie sich euer Blick verändern wird. Und keine Sorge, in dem Dschungel gibt es dennoch Produkte, die man guten Gewissens kaufen kann. Man muss eben nur danach suchen.

 

Ich werde mich jetzt nochmal hinsetzen (bzw weiterhin sitzen bleiben, denn ich schreibe ja gerade an diesem Text), um mich bei IKEA zu beschweren. Da war ich nämlich am Samstag. Und ich hatte einen Bärenhunger - nur leider gab es keine große Auswahl.

Köttbular, skandinavisches Lachsfilet (*hust*, bei dem Zusatz "skandinavisch" bleib ich mal skeptisch) , Schnitzel mit Pommes und Bio Pasta mit Tomatensoße. Letzteres klang gut, doch ich suchte vergeblich nach einer Zutateninformationsliste. Denn- sind die Nudeln nun eifrei oder nicht?! So eine Liste finde ich nicht nur für komplizierte Essensspezialisten wie mich wichtig, sondern vor allen Dingen auch für Allergiker!

Es gibt ja schließlich nicht nur Birkenpollen sondern auch andere Allergene wie Hühnerei, Milch oder Gluten. Gerade in einer so riesigen Kantine wie die von IKEA, ist das Fehlen einer Zutateninformationsliste, meiner Meinung nach, eine vernachlässigte Verantwortung gegenüber dem Kunden. 

Und genau das werde ich jetzt mal an den Kundenservice schreiben.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend :-)

eure Anne

 

 

 

 

13.1.14 18:36

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